schwierig.

zwei dinge sind schwierig:

ein persönlich ungutes bauchgefühl, eine konkrete äusserung, viele vage äusserungen und viele fragen einer mitarbeiterin, eines vaters und keine antworten eines sohnes. ergebnis: ich muss mich, vorerst nur mal zur sicherheit und zur pädagogischen rückversicherung, damit beschäftigen. was mich ein bisschen verunsichert. im moment aber nur ein bisschen.

und eine kranke krippeleiterin und somit zwei gesunde kinder an einem regulären arbeitstag zu hause.

manchmal denke ich, es wäre besser ich würde vollzeit arbeiten – dann bekäme ich mehr geld und würde letztendlich ja doch nur auf meine jetzige stundenzahl kommen. ich weiss nicht, wie das managen soll – ich komme nicht ins schaffen. wann immer irgendwo was brennt, getan werden muss, ansteht oder zur entscheidung steht – irgendwas bremst mich wieder aus. mal sind die kinder krank, mal die angestellten der krippe, mal betriebsausflug des kindergarten. so viel unterbrechungen, dass ich mich schon gar nicht traue krank daheim zu bleiben. und meine freien tage, die weiss ich schon gar nicht mehr weil ich die ohnehin nie nehmen kann weil ja irgendwann auch mal gearbeitet werden muss.

ich hoffe ernsthaft, da ändert sich nochmal was. ich bin finde das extremst unbefriedigend ständig vertrösten zu müssen: „oh ein teilnehmer dreht grad durch? mmmh, unschön aber ich muss jetzt leider gehen.“

28 Antworten zu „schwierig.“


  1. 1 Frische Brise 28. Oktober 2009 um 15:26

    Phu!
    Da ist er wieder, der Spagat…
    Ich wünsche guteNerven!

  2. 2 sevenjobs 28. Oktober 2009 um 16:48

    Mein Rat von neulich mit der Selbständigkeit war ernst gemeint.
    Natürlich werden auch dann die Kinder krank und man muss mit den Kunden jonglieren, aber man tut es für sich, man muss keinem Arbeitgeber rechenschafft ablegen, man fühlt sich gestresst, aber irgendwie freier. Und man kann auch außerhalb herkömmlicher Arbeitszeiten arbeiten, damit man eben doch mal einen freien Tag nehmen kann. Also ich würd`s mir nochmal überlegen :-)

    • 3 amidelanuit 28. Oktober 2009 um 16:53

      das ist ja auch eigentlich mein wunsch bez. ziel. aber solange ich noch in der weiterbildung stecke, trau ich mich nicht alles auf die karte selbständigkeit zu setzen, verstehen sie?

      • 4 sevenjobs 28. Oktober 2009 um 17:07

        JA, ich verstehe das sehr gut, aber Ihre Beiträge über Ihre Arbeit klingen für diesen Blog so ungewohnt unglücklich, dass es irgendwie nach einer anderen Lösung schreit. Sorry, ich will mich natürlich nicht in Ihre Entscheidungen einmischen…

        • 5 amidelanuit 28. Oktober 2009 um 17:13

          nein nein… mmh. ich bin nicht unglücklich. beleibe nicht. zumindest mit den inhalten meiner arbeit. ich bin extrem unzufrieden mit dem zeitmodell. das haut hinten und vorne nicht hin und ich finde keine lösung dafür. DAS ist das problem. die 20 stunden an sich sind eigentlich schon zu wenig, aber machbar. allerdings nur, wenn nichts dazwischen kommt. und das ist eben das problem:) kommt was dazwischen geht gar nichts mehr. intern wird gerade über eine zweite stelle nachgedacht, das wäre natürlich klasse, weil dann nicht alles bei mir liegt sondern sich verteilt!

    • 6 rebenwanderin 28. Oktober 2009 um 21:24

      Hier möchte ich zu denken geben, daß das mit der Selbständigkeit in den genannten Krankheitsfällen auch nicht besser, sondern m.E. schlechter ist.
      Ich selbst habe mich letztes Jahr als Beraterin selbständig gemacht. Ich fand es toll, mein eigener Herr zu sein, mir die Arbeitszeit zum Großteil selbst einzuteilen.
      Nur fiel ich im Herbst zwei Monate aus gesundheitlichen Gründen aus und schwupp, da war es das Problem: wie kommt jetzt Geld in die Haushaltskasse????? Und wenn die Kinder krank sind, wenn ich Termine habe, aber keine Oma zu greifen ist, oder mir die Kinder zu krank sind, um sie bei der Oma zu lassen, muß ich wieder dem Kunden/Klienten absagen. Das Geld bleibt wieder aus.
      Ganz zu schweigen vom Beratungsprozeß. Der kommt ins Stocken. Ich weiß nicht, ob ich das so gut finde. Bin mit mir selbst noch im Unreinen, wie ich es in Zukunft machen werde.
      Ami, Job und Kids ist m.E. kompliziert und nicht stressfrei, so oder so. Kann denn Eure bisherige Tagesoma in solchen fällen nicht einspringen, oder wohnt die jetzt zu weit weg?

      • 7 amidelanuit 28. Oktober 2009 um 21:33

        zu weit weg :( das problem ist, dass wir woanders arbeiten als leben. d.h. selbst wenn wir hier jmd. kennen würden, dann müsste ich die kinder holen, hierher fahren und dann wieder zur arbeit zurück – macht ca. 1 stunde fahrtzeit.

        ich muss das anders hinkriegen. ich weiss nur noch nicht wie:)

  3. 8 amidelanuit 28. Oktober 2009 um 16:52

    ich bin eigentlich müde was zu schreiben, ich tus trotzdem: steht da irgendwas von schuld? nein. also. nochmal so einen unreflektierten scheiss und sie versinken bis zum sankt nimmerleinstag im spam.

  4. 9 Multiples 28. Oktober 2009 um 17:08

    Wird das irgendwann besser?

    Die gute Antwort ist: Ja, es wird definitiv besser.

    Es wird etwas besser im Schulalter, weil die Kinder nicht mehr so oft krank zu Hause bleiben und sich wenn doch etwas leichter beschäftigen lassen – dafür muß man dann die Ferien managen.

    Es wird viel besser, wenn die Kinder aus dem Alter der Fremdbetreuung raus sind. Also so mit 10 bis irgendwas Jahren. Bis dahin ist die Doppelbelastung Mutter und Job immer ein Spagat und immer ein schlechtes Gewissen irgendjemand gegenüber.

    Tut mir leid nichts anderes vermelden zu könnenn!

    Allerdings frage ich mich auch, warum die Krippe zu ist, wenn die Leiterin krank ist.

    • 10 amidelanuit 28. Oktober 2009 um 17:15

      die krippe ist winzig – 7 kinder. und privat. was heisst: es gibt nur 1,5 besetzte stellen. und wenn die vollzeitstelle ausfällt, dann ist nur noch die 0,5 stelle teilzeit da. und die sagt dann: bitte um 13 uhr spätestens die kinder abholen.

      • 11 Multiples 28. Oktober 2009 um 17:26

        Ja klar, das ist verständlich. Uff – wäre eine Tagesmutter eine Fallbacklösung oder eine Nachbarin für den Notfall? Eine Bekannte von mir die hatte eine Ersatzoma aus der Nachbarschaft, die selbst keine Kinder hatte und sich von daher einen Wolf freute wenn sie aushelfen durfte.

        Alternativ kann man sich auch manchmal unter den Müttern der Krippe helfen. Mal bin ich dran und das nächste Mal du. So handhaben wir es noch immer in der Grundschule und da es immer irgendwie auf Gegenseitigkeit beruht, stellt es nie ein Problem dar.

  5. 12 Patricia 28. Oktober 2009 um 17:20

    Mmmh ja, ich lese Ihren Artikel und finde mich selbst bis vor einiger Zeit darin wieder. Ich habe nach Kind 1 und 2 direkt wieder in Teilzeit gearbeitet und bin fast verzweifelt, weil vor allem im ersten Kindergarten-Jahr ständig etwas war – Husten, Schnupfen, Bindehaut, Magen-Darm und sonstige Verdächtige … Ich habe mich ständig gefühlt wie jemand, der hinter fahrenden ICEs herläuft, ohne Chance, sie jemals einzuholen. In spannenden Meetings „Tut mir leid, ich muss die Kinder abholen“ zu sagen, in Telefonaten auf die Uhr zu starren, Gespräche abzuwürgen etc … macht nicht immer viel Spaß. Beim dritten Kind bin ich länger zu Hause geblieben und merke, wie entspannt es ist, mal nicht Spagat machen zu müssen – aber auf Dauer träume ich von einem Beruf, der sich in mein Leben mit Kindern integrieren lässt – nicht von Kindern, die ich irgendwie in meinen Beruf einbauen muss …
    Ja, und es wird besser: der Allergrößte ist sechs und nur noch äußerst selten krank.

  6. 13 Multiples 28. Oktober 2009 um 17:29

    Wie schaffen das Ganze andere?

    Sie reissen sich den Hintern auf und haben trotzdem genau die hier geschilderten Probleme.

    So und nicht anderes ist es, wenn Mütter von kleinen Kindern arbeiten gehen.

  7. 14 Peggy 28. Oktober 2009 um 21:17

    Ja, eine schwierige Sache. Ich bin jetzt kurz vor meinem 2. Wiedereinstieg, wieder nach einem Jahr Babypause.
    Ich musste bei meinem Großen einfach lernen, dass ich mit Teilzeit statt Vollzeit einfach nicht mehr alle Sachen, die ich vor der Babypause bearbeitet habe (und auch gern gemacht habe), machen kann und habe vor allem terminkritische Sachen abgegeben, bzw. noch mitgearbeitet aber nicht mehr die volle Verantwortung getragen. Ja, sicher auch ein wenig in die zweite Reihe zurückgezogen – ich weiß, das ist in einer Führungsposition eher nicht möglich – , nachdem dann auch mehr Leute in der Abteilung gearbeitet hatten, als vor meiner Babypause
    Ja, Krankheit des Kindes war auch immer ein Thema, das wird mit zweien jetzt nicht einfacher. Unsere Kinderärztin wusste schon immer, wir benötigen für jeden Kranktag einzelne Krankenzettel und haben dann z.H. geschaut, wer kann besser frei machen, der ist dann zu Hause geblieben, haben uns dann auch tageweise abgelöst.
    Ich konnte Kinderkranktage fast immer über Gleittage abfangen, das beruhigte mein Gewissen dem Arbeitgeber gegenüber, ich hatte die Zeit ja schon rausgearbeitet.

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Gelassenheit für den Spagat Kinder und Job.

  8. 16 Frau Namenlos 28. Oktober 2009 um 21:52

    ich finde nicht das es sich anhört als würden sie das nicht mögen was sie tuen. ich finde es hört sich na dem alten schoko-vanille problem an. Man mag beides sehr gern man muss sich halt entscheiden entweder schokopudding oder vanilleeis oder von beidem die hälfte denn wenn man alles will hat man hinter her bauchschmerzen…fragen sie ihre kinder die können ihnen das erklären ;-)
    ich wünsche ihnen eine gute /erholsame und klärende klausur. ich fände es toll wenn sie wiederkommen könnten denn ich fand es immer sehr schön/ erfrischend/ zum mitlauchen oder weinen von ihnen, ihrer familie und ihren erlebnisse zu lesen. ich mag ihren blog !

  9. 17 Frau Namenlos 28. Oktober 2009 um 21:54

    mitlauchen …*räusper* lachen natürlich aber eine lustige vorstellung *mit lauch wedeln* *G* ….gute nacht…. ich glaube ich brauche dringend mehr schlaf oder eine bessere rechtschreibung

  10. 18 delilah dolittle 28. Oktober 2009 um 23:27

    Nehmen wir doch einfach nur mal an: Jemand wurde wegen einer Ankündigung von „damit“ der Schule verwiesen die das eigene Kind besucht und sie sitzen nun da und denken 1. kann das denn die Lösung sein ??? 2. wird dadurch für das „damit“ -Kind nicht alles noch schlimmer ??? 3. hat das „damit“-Kind jetzt nicht noch mehr Grund für „damit“ ??? Ich denke, ich kann Ihr ungutes Gefühl momentan s e h r nachvollziehen und wünsche Ihnen bestes Gelingen !!!

  11. 19 Dani 29. Oktober 2009 um 19:15

    Hallo,

    ich mag Ihren Blog auch sehr gerne, zwar als stille Mitleserin, aber er gehört zum festen Tagesablauf. Habe über Sie auch die netten Blogs Ihres Bruders gefunden und und und…. Danke dafür! und ich wünsche eine erholsame Klärungsphase!

    Grüße aus Hessen

  12. 20 jochmet 31. Oktober 2009 um 06:53

    Schöne Pause! Immerhin hab ich wegen bzw. Dank dir meinen Blog zugemacht. Als Neu-Kasseler spendiere ich eine virtuelle Ahle Wurscht.

  13. 21 hostmam 1. November 2009 um 00:28

    Doch es wird einfacher – nur „einfach“ wird es nie. Selbst mit „grossen“ Kindern ist es immer der Spagat zwischen den Bedürfnissen der Kinder und denen des Jobs. Was am häufigsten auf der Strecke bleibt, sind die eigenen Bedürfnisse….
    Und das finde ich im Jahr 4 der wieder-Vollzeit-Tätigkeit am schwierigsten. Andererseits bin ich inzwischen der Ansicht, dass ich meinen Job eben so gut ich es hinbekomme mache: ich versuche mich während ich dort bin komplett auf den Job zu konzentrieren (nur um zwischendrin per Telefon als Schiedsrichter zwischen den Herren Söhnen vermitteln zu dürfen). Aber mehr geht eben nicht. Und im Vergleich zu jemanden, der längst im Job abgeschaltet hat oder dort noch nie angekommen ist, kann ich ganz gut mithalten – denke ich.
    Seit ich akzeptiert habe, dass ich eben kein super-duper-toller-Mitarbeiter sondern eben nur ein guter bin und eben auch keine Vollzeit-Bastel-Elterkreis-Mutter bin sondern eben eine berufstätige Mutter die es versucht ihren Kindern gerecht zu werden geht es mir besser.
    Und nein, ich habe kein schlechtes Gewissen mehr wenn ich wegen Kinder krank oder ähnliches zu Hause bleibe. Schliesslich sind es MEINE Kinder die in 20 Jahren vielleicht den Nörgelern im Krankenhaus aufs WC helfen oder einfach nur deren Rente mitfinanzieren und irgendwer muss dann eben zu Hause bleiben…

  14. 22 dim 2. November 2009 um 16:02

    auf ein baldiges, fröhliches weiterbloggen, frau ami!

  15. 23 Daniela 4. November 2009 um 12:04

    Hm, sind Sie die einzige Mutter in Ihrem Unternehmen? Wie groß ist Ihr Unternehmen denn – wäre es vielleicht DIE Möglichkeit, mal über die Gründung eines Firmenkindergartens nachzudenken?

  16. 24 elbenno 10. November 2009 um 16:42

    AMI !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :-(


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