Archiv für April 2009

jubel! trubel! heiterkeit!

ich erfülle die zugangsvoraussetzungen und ich habe den platz. ich muss nur noch den vertrag unterschreiben und dann gehts am 27.5. mit der weiterbildung zur systemischen familientherapeutin los! ich könnte hüpfen vor glück! die gruppe gut und interessant zusammengesetzt, die ausbilder kompetent und nicht soziverschwurbelt, der lehrplan hökscht! interessant und ich? bin gar kein so ein greenhorn wie ich dachte…..

ich freu mich! sososososososoooooo sehr argst.

kings of leon

vor ein paar tagen stolperte der mann drüber: kings of leon „use somebody“. ich finds großartig und den rest von den sympathischen jungs ebenso. und während ich just in dieser minute beginne, die weiterbildungslage zu checken und ich hoffentlich nicht zwischen bejuteten sozialpädagogen sitze und mich frage was dort mache, während ich versuche nicht zu aufgeregt zu sein und mir nicht dauernd einzureden, dass alle anderen sich bestimmt die ganze zeit fragen werden, warum ich das überhaupt studieren möchte, wo ich doch eigentlich null kann und alle anderen sicher schon die familientherapievollprofis sind – für euch musi zum zeitvertreib.

?

wird es jemals eine folge e.r. ohne sinflutartige tränenströme bei mir geben?

gott wie eklig!!

ich komme vom einkaufen, der heute homeofficende liebste durchwühlt die einkäufe („und was ist das? und das? oh! und das? ach wie lecker. krieg ich da was davon? das ist nur für mich!“….etcpp.) und stösst auf ein päckchen swiss o par pferdemark haarkur. das in diesen winzigen verpackungen, dies in der kruschtabteilung von drogeriemärkten um 99 cent gibt. „du schmierst dir pferdemark ins haar?“ ich räume gelassen ein, sage „nein, das ist doch kein mark von pferden, das heisst doch nur so!“ und denke weiter wieso heisst das eigentlich so? mark ist doch mark….ist das etwa RÜCKENMARK!? der mann googelt bereits und in der tat: einer der inhaltsstoffe ist  “Spinal Cord Extract“.

bitte wie eklig ist das denn? pferdewirbelsäule auf, mark rausgekratzt, ab aufs haar…..uuuuuaahh. nee, also ohne mich. bleib ich mal schön bei silikon oder ähnlichem. und was mich am meisten wundert – ich hab das nie hinterfragt. ich dachte mark stünde für wat weiss ich. ich bin wirklich ein naives ding. tz.

autonomes liedgut am frühen morgen

ben sitzt im wohnzimmer, spielt auto und singt dazu: „keine polizei! keine polizei! wir – wooooolleeeeeen – keine – poliiizei!“

man frage mich nicht, woher er das hat.

was ich nicht hören möchte am frühen morgen.

„frau ami! zuviel gesoffen oder was? sie sehen beeindruckend fertig aus!“ danke lieber hausarzt. du mich auch.

adlerauge

(jetzt arbeit. unterschiede in den arbeitszeitmodellen, gesellschaftsbild von alleinerziehenden und kinderbetreuung D – Europa eruieren. zu konzept verwursten.)

wie isn das, was solln das?

wie ernst ist das denn jetzt zu nehmen, das mit der schweingrippe? ist das so wie mit der irgendwie ständig hohen terrorgefahr, die irgendwie eventuell tatsächlich vielleicht richtig hoch ist? oder wie mit der finanzkrise, wo mal alles ganz wirklich richtig und echt schlecht ist und dann wieder doch von „talsohle durchschritten“ gesprochen wird? ich merke – je mehr hiobsbotschaften, desto ignoranter werde ich.

aber mein husten wird immer schlimmer. da dachte ich, ich frag ma nach.

17:22 uhr

* einmal U7, einmal U7a. alles gut, kinder normal. puh. ich dacht schon.

* eitrige mandeln, als strafe fürs dieses kommentar nun selber ein matschauge und einen husten, der mich kaum mehr atmen lässt. immerhin war ich jetzt knapp 6 wochen gesund.

* mir ist nach schlafen, schlafen, schlafen. das leben aber ruft „los! arbeiten! organisieren! telefonieren! terminieren! strukturieren!“ noch ein -ieren und ich schreie.

* es nicht immer nur der trainer schuld.

* donnerstag den ganzen tag in münchen. ich bin aufgeregt wie am ersten schultag.

* manche telefonate, die hinterlassen mich total erschlafft und erschöpft. bei jedem wort könnte ich schreien und nicke dennoch einfach ab „jaja. genau. ja. passt schon. ja. gut. nee, alles ok. achso? ja gut.“…. ein graus!

* wie ich heute abend noch ein gutes gespräch führen soll ist mir schleierhaft.

* lilly isst roquefort. ist das zu fassen? dieses ekliche schimmelzeuch. sitzt da in der küche und schnabuliert den käse nebenher. das hat sie ja so gar nicht von mir…..

pädagogischer rat erwünscht!

ich habe folgendes problem.

wann immer ich mit lilly etwas mache, dauert es keine minute, bis ben scheisselkram anfängt und auf meine reaktion wartet. man nennt das wohl eifersucht. oder den wunsch nach aufmerksamkeit.
beispiel I: ich sitze im flur vor der offenen badtür und lege mit lilly wäsche zusammen. ben sitzt in der wanne und spielt vor sich hin. ich sage lilly, dass sie das ganze kleingemüse wie socken und unterhosen in einen wäschekorb schmeissen soll und werfe ihr die sachen zu, die auf meiner seite liegen. sie findet das großartig und lacht und kichert vor sich hin. ben fragt aus der wanne: „was macht ihr da?“ und ich antworte: „wir legen wäsche zusammen mein schatz!“ es vergeht keine minute, dann macht der bis dahin friedlich und gedankenverloren spielende ben exakt die sachen, die mich auf die palme bringen. er giesst volle becher auf den badboden, er schmeisst triefende waschlappen durch die gegend usw.
beispiel II: ben ist mittlerweile angezogen und fährt bobbycar in der wohnung. er fährt um den berg wäsche auf dem boden herum, er fährt schön am waschkorb vorbei. das geht solange gut, bis lilly kommt und mit meinem mann, der im flur steht, zu schmusen und zu kuscheln beginnt. von sekunde an rammt ben mit voller wucht den berg wäsche, er stösst den wäschekorb um – immer mit blick auf mich. wie reagiert muddern?

ja. wie reagiere ich. an guten tagen reagiere ich erstmal gar nicht, sage dann „hömma, scheisselkram, hör bitte auf damit!“ und biete ihm alternativen an zb. unfallbauen nicht mit dem wäschekorb sondern mit lillys bobbycar – in der art. an schlechten tagen reagiere ich scheisse sehr unbefriedigend für alle beteiligten. aber es ist zur zeit einfach so: ben ist anstrengend und er fordert mich heraus. und lilly – lilly ist derzeit zucker. im grunde macht sie auch ständig scheisselkrämchen und fordert mich heraus aber irgendwie, ich weiss nicht warum, kann ich damit besser umgehen. wenn sie schreit kann ich lächeln und spielerisch damit umgehen. schreit ben, bin ich völlig unentspannt und gereizt. im moment geschieht wohl das, wovor jede zweitgebärende früher oder später angst hat: man fühlt seine eigene liebe ungleich verteilt. das unterliegt phasen, soviel zum trost, aber es kommt vor. derzeit ist mir lilly sehr nahe, der charakter, die art mit dingen umzugehen – da ist viel von mir dabei. und ben zeigt eigenschaften, die mich alleine deshalb herausfordern, weil sie völlig konträr zu meinen laufen. oder – noch schlimmer – ich mich selber erkenne. ich glaube kaum jemand kann mir so schön einen spiegel vorhalten wie professor bienlein.

das sind, grob umrissen, die voraussetzungen. nun ist es so, dass ich ben im moment zu vermitteln scheine, dass wann immer ich mich ihm zuwende es aus dem grund geschieht, dass er scheisselkram macht und ich mich ihm deswegen nur negativ zuwende. ich würde gerne den momentanen zusammenhang „scheisselkrambauen“<-> „negative zuwendung“ aufbrechen. allerdings – und da liegt das problem: ich möchte ja tatsächlich nicht, dass er zb. den wäschekorb umstösst oder das bad unter wasser setzt. wir haben mal ein bisschen experimentiert und in solchen situationen nichts gesagt, freundlich gelächelt und null reagiert. bens reaktion? er hörte irgendwann sowieso auf. ich kann bloss nicht immer darauf warten, denn nicht immer gehts um so lappalien.

und jetzt mal meine frage: wie handhabt ihr das? reagiert ihr jedesmal? wie umgeht ihr diese dauerschimpfschleife? und wie würdet ihr mit dieser situativen eifersucht umgehen? ich nenne es bewusst so, denn eigentlich steht ben viel mehr in unserem fokus – auch sehr im positiven. wir loben ihn oft und ausdrücklich und wir haben im alltag nicht den eindruck, dass ben eifersüchtig ist – oft ist das gegenteil der fall, er liebt „seine iii-maus“. nur eben nicht in den situationen, in denen lilly mal mehr aufmerksamkeit zukommt als ben…..

ps. eine sache, finde ich, erschwert das ganze noch: der geringe altersunterschied. das gute jahr zwischen den beiden schlägt sich in unserer erziehung so gut wie kaum nieder. ben und lilly sind eigentlich wie zwillinge. zwar erlauben wir ben manche sachen und lilly noch nicht, wir begründen auch damit, dass ben älter ist – aber wir können, anders als bei einem größeren altersunterschied, noch nicht wirklich auf bens verständnis durch reife bauen. einem 4-5 jährigem kann man gut schon mal sagen „hör mal, so und so und deswegen machen wir das bei lilly so….!“ aber bei einem dreijährigen mit einer zweijährigen schwester geht das nicht bez. wird ganz stark als ungerechtigkeit empfunden von ben.

verhörer

vor ein paar tagen habe ich ben aus dem dschungelbuch vorgelesen. „das sind die freunde von mogli. das ist der panther. und das, der bär.“  ……

heute abend komme ich auf die seite und frage: „na? weisst du noch wie die freunde von mogli heissen?“ woraufhin ben sagt: „pandabär!“

ja, so in der art.

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