…da gibt es keinen kaiserschmarrn. frechheit, das. obwohl in österreich gelegen, gabs für mich nur debreziner und kraut. und das nach 3 stunden marsch mit einem kind in der kraxe auf dem rücken oder einem kind im buggy schiebend. nachdem wir letzte woche so hin und weg waren vom wandern, haben wir uns vor ein paar tagen einen tollen wanderführer mit kindern durchs chiemgau gekauft. die wege sind allesamt buggy-tauglich, wobei das heute auf den letzten 300 metern schon ziemlicher schlauch war. es geht in der regel über almen, auf denen das einzig gefährliche eine muhende kuh ist und immer ist eine hübsche alm als rastmöglichkeit mit dabei. die wege sind zwischen 1-3 stunden lang, wobei für den heutigen weg 70 minuten angegeben worden sind und wir 3 stunden hinweg gelaufen sind. es war unfassbar schön - blauer himmel, herrlische ruhe, der duft nach kräutern und fichten und sonne, friedliche kühe, zirpende grillen und weit und breit kein mensch. ben konnte nach herzenslust in der gegend rumrennen, lilly ebenfalls. die eltern sind nun gelinde gesagt fertig - eigentlich wollte ich morgen ins studio, das kann ich mir nach dem gewaltmarsch von heute komplett sparen. mir tun muskeln weh, von deren existenz wusste ich noch nicht mal. vorallem so hinten oben und vorne oben und rechts da so in der mitte.
der liebste hatte dann heute auf der hinfahrt noch so ganz lapidar eine wahnsinnige, völlig unerwartete zukunftsidee erwähnt, die zwar noch völlig unausgegoren und unreflektiert ist die aber in eine richtung geht, bei der ich sofort nur : ja!! sagen kann. alles weitere braucht wohl noch zeit - aber das wäre eine perspektive für unsere familie wie ich sie mir defintiv vorstellen könnte: gemeinsame zeit, gemeinsame ziele, gemeinsam familie leben. einfach nur gemeinsam. mal sehen…..einen besseren zeitpunkt für diese ganz eventuelle perspektivänderung hätte der liebste sich jedenfalls nicht aussuchen können: ich schaue ziemlich gespannt in die zukunft, weil da vielleicht doch noch so viel andere möglichkeiten liegen ausser dem üblichen ärgernis “unvereinbarkeit job und familie für alle beteiligten”.

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