frau schlapunzel hats vorgemacht und ich schliesse mich an. ich habe sehr lange darüber nachgedacht, welches das lied meiner kindheit ist. mir fiel viel ein….beatles, dire straits, leonard cohen-der mann der irgendwie nicht richtig singen kann und dann noch judy collins. meine mutter hörte wohl sehr viel solche musik, musikerinnerungen sind ja oft nicht besonders konkret, sondern sehr von gefühl bestimmt. aber ein lied, dass fiel mir sofort ein. eigentlich zwei. und das dritte ganz unten versteckt verriet mir eben meine mutter am telefon. das erste lied ist von jonny cash “ring of fire”:
an dieser stelle darf ich dann auch gleich mal wärmstens den film “walk the line” empfehlen, die lebensgeschichte von jonny cash. ein großartiger film über ein stück musikgeschichte, einen zerissenen und genialen mann und eine großartig liebende frau. tempos bereithalten!
und das zweite lied ist von judy collins “turn turn turn”:
wie gesagt: kindheitserinnerungen. da muss ich so zwischen 5 und 10 gewesen sein. alles was danach kommt ist so peinlich – zwar schön, aber peinlich – dass ich schweigen werde wie ein grab.
ein rückruf bei meiner mutter eben, um mich zu versichern, dass die lieder auch keine einbildung sind ergab: das waren wirklich sehr oft gehörte lieder im haushalt, ich soll sagen, dass meine mutter zur beatles-fraktion gehört und soll unbedingt noch folgendes erzählen:
wir wohnten damals in hessen und dort in einer dachwohnung. ich war gerade eben erst geboren und weil das im sommer war, war es sehr heiss dort oben. also wurde in den sommermonaten oft ausgewichen auf ein ferienhaus ebenfalls in hessen. und so holte meine mutter (damals junge 26 jahre!) jeden tag meinen großen bruder aus der schule und fuhr gemeinsam mit ihm und mir dann dorthin. und auf diesen fahrten wurde immer ein klassiker gespielt und meine mutter und mein großer bruder sangen in voller lautstärke folgendes lied, dass damals “in” war:
und ich lag hilflos auf der rückbank…..jetzt ist mir auch alles klar, was meinen verschwurbelten musikgeschmack angeht! danke mama, für die geschichte:)

Nice writing style. I will come back to read more posts from you.
Susan Kishner
Ich weiß gar nicht, was du hast. Derlei wundervolles musikalisches Kulturgut wird auch heute noch zuhauf gespielt – an Sylvester in luschtigen bunten Sendungen. Also falls du mal Bedarf haben solltest.
Übrigens der Film über Jonny Cash steht hier bei uns auch im Regal. Ich mag den sehr. Das Lied könnt man sich glatt noch x-mal anhören … *freu*
PS: Danke für deine lieben Worte. Das hat mir gut getan.
Frau Ami!!!!!!! Das letzte Lied hatte ich total verdrängt, aber klasse-echt! An das kann ich mich auch noch auf diversen Autofahrten mit meiner Mutter im Fiat 500 erinnern-voll groovy!!! Und jetzt muß ich mal noch den Rest anhören…
Frau Judys Lied kenn ich natürlich auch, aber ehrlich, man könnte meinen, sie singe auf einer Beerdigung! Und Johnny, der ist einfach nur genial…! Auch heute noch gern und oft in diesem Haushalt gehört;-)
So, und jetzt wollen wir natürlich nicht wissen, was Ihre Eltern gehört haben, sondern SIE! Ich bitte um die peinlichen Details, aus dieser Nummer kommen Sie jetzt nicht mehr raus!!!!
Ohhhh, was für schöne Lieder. Gar nicht verschwurbelt, wirklich.
Hello.
I like your music too.
(Dit letzte is aber auch nen Schätzken.)
Una paloma blanca war mein Lieblingslied als ich vier oder fünf Jahre alt war!
frau schlapunzel
sie im fiat 500? ich auch!!! :) zu der liedauswahl: es hiess ja lieder der kindheit – da hörte ich selber rolf zuchkowski oder ähnliches, daher sind das natürlich songs meiner eltern bez. mutter. wenn ich viel kraft habe und meine scham überwinden kann, dann poste ich heute abend tapfer die musikalischen entgleisungen zwischen meinem 10. und sagen wir 16. lebenjahr, ok? (OH GOTT!!)
feuervogel
wir haben ja einen haufen musik hier und ich bin einfach immer wieder begeistert:)) und ist das nicht ein hammerfilm? ja, gell?
zeitlos
gut:) eigentlich sind die lieder so wie sie heissen: zeitlos.
jette
i`m glad to hear that from you. (dieses flötenintro am anfang tut schon ein bisschen wehm aber wenn man das geschafft hat – grooooovy!)
acqua
JA! sehnse!und mir gehts seit heute morgen um 6 nicht mehr aus den ohren:)
Kleine Assoziation: Wußtet ihr, dass “Ring of fire” ein Lied in einer Werbung für eine Hämorrhoiden-Creme werden sollte? “And it burns, burns, burns, the ring of fire?”. Die Familie von Jonny Cash hat das allerdings verhindert. Sorry, aber bei dem Lied muss ich immer daran denken und lachen :-D
Mein Vater hat immer EAV im Auto gehört und “Märchenprinz” konnte ich so mit 6-7 Jahre schon mitsingen. Auch sehr gerne gehört: DÖF – Codo “.. und ich düse, düse, düse, düse im Sauseschritt und bring die Liebe mit, vom meinem Himmelsritt”. Ach jaa..
Ich mochte damals ja vor allem diese Westmusik (deshalb wohl gefiel mir Grand Prix-Ruslana , nehme ich an.)
Ich find die Lieder überhaupt nicht schlimm – ich bin nämlich mit Sachen wie ‘Über jedes Bacherl geht a Brückerl’ von Stefanie Hertel und so einem Mist aufgewachsen. Und glaubt mir, das prägt wirklich.
Hach, noch was gefunden: ich düse düse düse im Sauseschritt – das habe ich auch als Kind geliebt. (danke Maria)
Frau Ami, mit dieser Musik bin ich selber nie konfrontiert gewesen, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es seine Spuren im eigenen Musikgeschmack hinterlässt. *g* ;-)
Mal schauen, was bei den eigenen Kindern irgendwann mal raus kommt, oder? Ich bin schon sooo gespannt, was da in Erinnerung bleibt.
@ Frau Jette: (ich hab ihren Link erst jetzt angeklickt, nach meinem Kommentar soeben) – aber mal im Ernst, Ihre Erinnerungen würden mich jetzt auch mal ausführlicher interessieren. ;-)