es ist sicher lustfördernd sich im business-anzug im fetten clk in ein entlegenes waldstück zu begeben und sich einfach mal……ein bisschen zu entspannen so sie verstehen schon so. weniger lustfördernd wirds dann aber, wenn neben dran plötzlich ein auto quietschend hält und eine frau kinderlieder gröhlend aussteigt, alle türen öffnet und aus dem inneren des autos infernalisches kindermitgegröhle ertönt. schön auch, die verwirrten blicke des mannes, als lilly da so vor fröhlichkeit quietschend aus ihrem kindersitz blickte und ben bereits um den clk herumsprang. auch beeindruckend, wie schnell so ein clk wegfahren kann.
Archiv für März 2008
mein leben mit meinen haaren ist eine haarige angelegenheit. (was für ein sensationell schlechter beitragsanfang) nochma: meine haare sind immer scheisse. weder farbe, noch form, noch schnitt, noch konsistenz, noch ir.gend.was passt an dem fusselkram auf dem kopf. seit ich denken kann habe ich eine andere farbe auf dem kopf als das aschgrau, welches mir die natur gegeben. und seit ich denken kann versuche ich, mir die haare wachsen zu lassen. “lange haare” zu haben bedeutet für mich, dass die haare in ihrer länge ca. 1mm über die ohren hängen. und kämpfte ich seit meiner pubertät mit enormen locken und wellenbergen auf meinem kopf, beginnen die haare (wie alles andere am körper auch) seit bens geburt immer mehr zu hängen. da wellt sich noch nicht mal mehr irgendwas. ritzefitzegerade. beschissene farbe. beschissener schnitt. beschissene konsistenz. daher morgen: ab. ab. ab. wech. nicht so kurz wie ichs schon hatte. aber ab. kurze haare scheint die einzige haarvörschn zu sein, die mir steht. allmählich sollte ich das mal kapiert haben.
und möge mich dann mal bitte jemand an diesen beitrag hier erinnern, wenn ich in 4 wochen wieder damit ankomme “ach, ich hätte so gerne mal lange haare, ich lass mir die mal jetzt wachsen.” ?
bleibt alles gleich. die kinder legen sich erstaunlicherweise um 19 uhr (also 18 uhr) ins bett und schlafen beide!! bis heute morgen um 7 durch. das schöne an dieser umstellung, obwohl ich sie für unnötig wie einen kropf halte, ist, dass man als eltern den eindruck gewinnt, man könne mal richtig schön ausschlafen. nicht mehr “ohmeingott!? 6 uhr!” sondern “wow! 7 uhr!” ok. das gefühl relativiert sich bei näherem hinfühlen dann auch wieder, aber der erste blick auf die uhr am morgen ist zumindest nicht mehr ganz so frustrierend.
zeitumstellung hin oder her. ich wünsche euch allen einen guten start in eine schöne woche - atmet den frühling ein, lasst die sonne rein und seid erfresht und fröhlisch!
um 10 uhr sind die kinder bei der tagesmutter untergebracht und frau gäschi und frau ami sind unterwegs nach salzburg. kurz vor salzburg fällt frau antonmann ein, ” dass da doch so ein outlet ist”. ja. outlet. adidas. tödlich niedrige preise. wir kommen raus mit je einem paar neue schuhe (hach! schick!) und ich noch mit einer retrojacke in rot. dann gibts zwiebelringe und fritten und es geht nach salzburg. über den markt, auf dem wir frischen rosmarin, thymian und kerbel sowie 4 knollen frischen knoblauch erstehen - das auto riecht fortan wie italien im sommerurlaub. einen abstecher in das hotel stein gibts auch, ich muss aber alleine rein und nachfragen was “aperolhäppchen” sind, die uns frau pampersfront empfohlen hat. die dame am empfang wirkt zuerst etwas irritiert, gibt dann aber bereitwillig auskunft, dass es keine aperolHÄPPCHEN in dem haus gibt. wir beschliessen, dass das wohl die einnahmeform von aperol für tiroler ist…..”aber immer nur 1 häppchen, hearst? sonst drahts di!”. dann schön sahne mit einem schüssen (häppchen:) kaffee drin und der blick auf die uhr, dass wir noch viele stunden zeit haben. also beschliessen wir das volle touriprogramm zu fahren und besteigen fahren mit der seilbahn den untersberg hoch. oben angekommen laufen wir mit unseren neuen schuhen durch meterhohen schnee, sehen adler (das waren sicher keine adler, aber das waren sehr wirklich seeehr große habichte. oder berggeier. wenns die gibt) und puschelige bergdohlen/krähen/raben. ach und eine gams. wir bezwingen den gipfel, betrachten die bergwelt, lauschen der stille und rauschen wieder ins tal. dort stellen wir fest, dass das österreichische tempo einfach langsamer ist, denn noch immer haben wir 1,5 stunden bis zum abholen der kinder. also noch ins nächstgelegene einkaufszentrum und dort für die liebste frau jette was eingekauft (sachen gibts…….). vorhin daheim angekommen, bereits heute die wunderhübschen la fraise schörts in den händen und jetzt auf zum koreaner. mit einem mittagsschlaffreien ben und einer entzückenden frau hühnchen. (na und uns halt.)
angeregt durch folgenden blogbeitrag stellt sich mir die frage: ist erziehung privatsache?
man bekommt besuch, das kind benimmt sich daneben, die mutter reagiert nicht, die eigenen kinder werden in mitleidenschaft gezogen. situationen, die jeder schon mal erlebt hat und sich auf kindergarten, spielplatz und sonstige situationen erweitern lassen, die man als mutter mit kind/ern immer wieder erlebt. ich spreche bewusst nicht von grober vernachlässigung, verwahrlosung und gar misshandlung - diese situationen brauchen extra raum zur diskussion und ich glaube, so oft sie auch vorkommen, in der regel erlebt man so etwas nur selten in seinem direkten umfeld. nicht aber die oben genannten. ich selber bin mir immer wieder sehr unschlüssig: ben wird auf dem spielplatz von einem wildfremden kind gehauen. hier ist die lage für mich klar. das fremde kind wird ganz sicher von mir angesprochen und mit der dazugehörigen mutter setze ich mich dann auch gerne auseinander - und wie so oft macht hier wohl auch der ton die musik. aber was machen, wenn ich eine situation beobachte, in der ein kind grenzenlos macht was es will und kein elternteil eingreift, ohne aber, dass es mein kind betrifft? muss ich, kann ich, soll ich mich einmischen? und wenn ja, in welcher form? andere situation, aber genauso wichtig: wie gehe ich damit um, wenn mein eigenes kind ein anderes kind schlägt? ich erinnere mich mit grausen an einen besuch von frau schlapunzel, bei dem ben ihrem sohn dermassen kratzer im gesicht verpasste, dass der kleine fürchterlich aussah. frau schlapunzel reagierte wunderbar und schimpfte ben in sehr angemessenem ton dafür. für mich vollkommen in ordnung, nicht nur, weil ich frau schlapunzel kenne. ich hätte mir das in dem fall auch von jemand anders gefallen lassen.
ich bin eigentlich dafür, dass erziehung privatangelegenheit ist. die mittel und wege, den personen, die ihre eigenen kinder nicht so erziehen, wie man seine eigenen erzieht, aus dem wege zu gehen sind ja vielfältig. dann lade ich diese person halt nicht mehr ein oder ich gehe nicht mehr zu einer bestimmten gruppe. aber befriedigen tut mich das nicht. gibt es nicht eine gesellschaftliche mitverantwortung? macht einen das eigene schweigen nicht in gewisser weise mitverantwortlich? darf man sich dann überhaupt noch über solche eltern und deren kinder beschweren, wo man doch nichts sagt? ich habe mir angewöhnt, sehr zurückhaltend zu sein mit der meinung über andere eltern und kinder, selbst wenn ich alles andere als einverstanden mit der erziehung bin, weil ich der meinung bin, solange ich nicht das gespräch zu klärung gesucht habe, habe ich nicht darüber zu urteilen. ein gespräch halte ich aber für wichtig, denn ich finde, dass nichts-sagen diese eltern sehr ausgrenzt, was widerrum dazuführt, dass die kinder auf kurz oder lang isoliert sind. und die können ja nun am allerwenigsten was dafür.
deshalb also fürs kindeswohl was sagen und erziehung keine privatsache sein lassen?
wie bei jedem guten tabubruch muss zu beginn ein bisschen übers ziel geschossen werden. aber im kern haben die mädels ziemlich recht:
“wir müssen den sex zurückerobern!” stern-interview 12/2008
klitzekleine lach und sachgeschichten
Veröffentlicht März 27, 2008 Nicht kategorisiert 17 Kommentaremeine tagesmutter hat mir für morgen abgesagt und mir den samstag angeboten. was insofern wunderbarst ist, als dass ja morgen frau antonmann kommt und wir somit samstag kinderfrei haben. und ich überlege mir gerade, ob wir vielleicht nach salzburg fahren sollen. da gibts es ja einige stationen meines lebens. zb meine eigene wohnung, die ich ein jahr hatte und dort genau 3x übernachtet habe. ich wohnte damals mit meinem späteren mann zusammen, bekam einen mittleren rappel und zog in eine eigene wohnung. diese wohnung lag mittenmittenmitten in der altstadt von salzburg, direkt am kapuzinerberg, der im treppenhaus durch die wand kam, hatte einen alten kachelofen und das haus selber wurde im 11. jhd. das erste mal erwähnt - als anlaufstelle für mütter mit unehelichen kindern. “für mütter und bastarde” steht in den stadtbüchern. ganz toll. ausserdem spukte es in dieser wohnung. ich bin sicher, die ein oder andere bastard-seele hauste dort noch und versuchte auf sich aufmerksam zu machen. jeweils links und rechts neben diesem haus gab es ein cafe und eine disco. so konnte ich abend für abend ausser montags, britney lauschen oder den besoffenen beim kotzen zu hören.
dann könnte ich frau antonmann mein erstes büro zeigen. ich war dort alleine mit 30 verhaltensauffälligen jugendlichen, von denen eine mir mal weis machen wollte, dass ihr freund ihr baby abgetrieben hätte, in dem er ihr haarspray auf den bauch gesprüht hatte. “wissen woas? und dann gings ob!” aha. als ich leichte zweifel äusserte, bedrohte sie mich mit einer schere woraufhin ich sehr lachen musste, weil ich dachte, sie mache einen spass. nein. nicht p. wir catchten dann noch ein bisschen und später fand sie eine lehrstelle. oder e., der mal mitten im unterricht mit erhobener faust auf mich zurannte, weil er dachte, ich würde ihm nicht glauben, dass er ein schaf bei sich hat. als der 100kg junge mit seinen 1, 90m da so auf mich zugerannt kam, da dachte ich erst “ach ami, dit wars!” und dann “wenns das schon war, dann bleib wenigstens stehen!” und so tat ichs dann auch, blieb stehen, was den jungen so verwirrte, dass wir dann nasenspitze an nasenspitze aufeinanderprallten. er hat leider keine lehrstelle bekommen…..oder die drei mädels aus dem assiviertel von salzburg, denen ich während dem unterricht gerne erklärt hätte, wie man bewerbungen schreibt, die aber so damit beschäftigt waren, ihre blanken brüste den bauarbeitern auf der baustelle gegenüber zu präsentieren, so dass ich den rest der maßnamezeit mit runtergelassenen rollos unterrichten musste. ich könnte frau antonmann auch das ams (die österreichische variante der agentur für arbeit) zeigen, in dem eine jugendliche einem berufsberater mal eine geknallt hatte, weil sie dachte “servicefachkraft” hätte was mit escortservice zu tun.
ach, ich hätte ja viel zu erzählen….mal sehen, wo wir dann samstag landen.
das übernächste wochenende haben wir kinderfrei. die großeltern wagen es, ein wochenende auf herr professor bienlein und fräulein spinnöses huhn aufzupassen, damit die eltern wegfahren können. so bin ich derzeit auf hotelsuche. und je.des.mal wenn ich da in österreich irgendwo anrufe, muss ich an stilke denken und hoffe, dass ich freundlich und höflich und zurückhaltend bin und die hotel-dame keinen eigenen blog hat, in dem dann am abend steht: “jo mei. des woar vielleicht a depperte deutsche heit am telefon!” uff. stilke!! das IST aber auch anstrengend, dieses wissen um die gegenseite. ich glaube, ich werde der angenehmste, höflichste, zuvorkommenste und freundlichste gast sein, den das hotel, überhaupt ganz vorarlberg, jemals erlebt hat. danksagungen leite ich dann nach kärnten weiter……

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