liebe frau klabauter,

ich antworte ihnen hier mal auf ihren beitrag, weil in den kommentaren gestern auch eine anfrage von sandy war, wie wir das jetzt geschafft haben und vielleicht gehts auch noch anderen so, die wissen wollen wie wirs jetzt handhaben.

zuallererst einmal: lilly hat gestern nacht nicht noch mal durchgeschlafen, dennoch hat sich ihr schlafverhalten enorm verändert. ich denke, das hat zwei gründe. zum einen und dass ist ja auch ihre beobachtung frau klabauter, ist der 8. monat vorbei und wenn sie sich erinnern, wie sehr wir gelitten haben gerade in dieser zeit, dann scheint ihr kleiner nur im trend zu liegen. zum anderen greifen bei uns scheints die massnahmen (gott klingt das streng….) lillys schlafsituation ist ja so, dass sie gegen 19 uhr in ihr reisebett in unser schlafzimmer gelegt wird und dort solange schläft, bis wir ins bett gehen. wir tragen sie dann im bett über den flur ins wohnzimmer. wir machen das, weil wir ben und lilly noch nicht zusammenlegen wollen, solange lilly noch so unstet in ihrem schlafrhythmus ist. in ca. 3 wochen werden wir das ändern und beide zusammenlegen. bisher war das einschlafritual so, dass ich lilly eine breiflasche machte, sie in meinen armen beim essen einschlief, ich sie ins bett legte und sie weiter schlief. hier war die erste änderung angebracht: im buch der bücher stand, man solle essen und einschlafen von einander trennen und die kinder wach ins bett legen. haben wir gemacht, hat uns einmal 1 stunde geschrei gemacht, seitdem schläft lilly alleine ein. nicht immer so still und leise wie gewünscht, aber sehr oft. schreit sie, gehe ich in von mir gesetzten abständen rein, beruhige, stecke den schnulli und gehe raus. am allerbesten wäre noch den schnulli zu entwöhnen oder zu ersetzen durch stoff oder daumen. beide sachen interessieren sie aber nicht, also belasse ich es bei dem schnulli. ganz wichtig war für uns nochmal zu wissen, dass die einschlafsituation, die sie am abend vorfindet entscheidend für ihr nachtverhalten sind. schläft sie am abend im arm ein, wird sie nachts nicht wieder von alleine in den schlaf finden, weil sie das so nicht kennt. also mussten wir eine einschlafsituation finden, die so simpel und einfach auch für sie durchzuführen ist, dass sie es schafft sich nachts selber wieder zum einschlafen zu bringen. weiter haben wir verändert, dass sie nachts keine milch mehr erhält. um sie am abend nicht mästen zu müssen, weil das erstens in meinen augen nichts bringt und sie zweitens dann so mit verdauen beschäftigt ist, was ihr schmerzen verursacht, bekommt sie abends zwar einen brei, der ist aber sehr flüssig und relativ leicht. dafür schaffe ich über den tag eine gute grundlage sprich: gegen 16 uhr bekommt sie nochmal einen schönen dicken obstbrei und davor natürlich mittag und vesper und frühstück. darüberhinaus bekommt sie ziemlich konsequent trinken angeboten. ich bin also dadurch 1. nicht mehr so auf das abendessen angewiesen und 2. hat sie keinen vollen bauch mehr wenn ich sie hinlege und 3. weiss ich damit sehr sicher, dass sie keinen hunger mehr haben kann nachts. ich hab das einfach mal so bestimmt und merke, dass ich damit richtig liege. sollte ich nachts hören bez. merken, dass sie wirklich hunger hat, würde sie natürlich was bekommen, kam aber noch nie vor. das ergbnis ist: sie trinkt nachts nichts mehr. weder wasser (durch die ausreichende versorgung besonders gegen nachmittag und abend) noch milch. lilly bekommt morgens gegen 7, wenn wir aufstehen ihr erstes essen nach dem abendlichen gegen 18 uhr. in der regel wacht sie, wie ullrich, gegen mitternacht auf und im 8, monat immer wieder bis drei uhr morgens. das hängt mit dem aufwachen aus dem leichteren tiefschlaf zusammen. die kunst ist also, dass lilly lernt, sich beim aufwachen wieder selber zum schlafen zu bringen. logisch. wir handhaben das so: sie schreit, ich eile und beruhige ohne sie raus zu nehmen, stecke den schnulli und gehe wieder. ich lasse sie knöddern und schreien und gehe irgendwann wieder rein - gefühlsmässig von der zeit her. das geht so hin und her und irgendwann schläft sie. was mir beim durchhalten hilft ist die tatsache, dass ich weiss sie ist müde. denn tagsüber schläft lilly einen schlaf von 11:30 bis 13 uhr. ich lege sie nie vor 10:30 uhr hin und lege sie nie nach 14:30 uhr hin. und schlafen tut sie automatisch nicht länger als 1,5 stunden. wenn sie das macht, wecke ich sie. nicht immer, aber manchmal zumal es eh selten vorkommt. im buch der bücher steht dazu geschrieben, dass kinder morgens vor 9 uhr nicht wieder hingelegt werden sollen und zwischen letztem schlaf und nachtschlaf mind. 4 stunden liegen sollten. alles in allem sollten kinder in lillys alter ca. 14 stunden schlafen. wir haben bei lilly nicht viel drehen müssen, weil der tagsschlaf schnell sehr festgelegt war - von ihr selber. aber wie gesagt: ich scheue mich nicht, ein bisschen zu steuern…..aber das muss und kann ja auch jeder selber entscheiden….ebenfalls geholfen hat uns die räumliche trennung mit lilly im wohnzimmer, denn trotz nächtlichem schreien, dass ja immer weniger wird (mittlerweile nicht mal mehr 20 minuten, wenn sie schreit), ist ben nicht aufgewacht. bez. wacht er auf, kann man ihm gut erklären, was mit lilly ist und er geht wieder ins bett und schläft ohne probleme ein. da haben wir ehrlich gesagt ein riesen glück!! derzeit zahnt lilly sehr schlimm: 4 neue zähne. sie bekommt von mir zum abend ibuprofen 2,5 ml und später in der nacht nach bedarf nochmal, wenn ich den eindruck habe, dass sie schmerzen hat.

 so sieht es bei uns aus. ich hoffe, ich konnte ein bisschen einsicht geben. fragen beantworte ich natürlich gerne, falls ich was vergessen haben sollte, in den kommentaren!

7 Antworten zu “liebe frau klabauter,”


  1. 1 silberpfeil Februar 27, 2008 um 1:06

    Es sieht bei uns ganz ähnlich aus, wie sie die Situation mit Lilly beschreiben. Unsere Kleine schläft nun auch alleine (mittlerweile fast ohne Weinen) ein und kann teilweise auch nachts sehr gut selber wieder einschlafen.
    Bloss was das Essen am Tage angeht, haben wir unsere liebe Mühe. Die Kleine will weder essen noch ihren Schoppen wirklich austrinken. Auch sonst etwas trinken geht eher schlecht. Es scheint ihr ganz einfach zu langweilig zu sein. Mit dem Resultat, dass sie manchmal schon um 3.00 Uhr wieder Hunger hat. Sie schläft dann jedoch wieder ein (nach dem Schoppen) bis ca. 6.00 Uhr. Wir versuchen es jeweils zuerst noch mit wiedereinschlafen lassen, aber wenn sie Hunger hat (man hört teilweise sogar den Magen knurren) ist das vergebene Mühe.
    Haben sie mir einen Tipp wie ich meine Kleine zum Essen bringe?

  2. 2 Lisa Februar 27, 2008 um 1:47

    das schnullerproblem haben wir gelöst, in dem wir unserer tochter 6 schnullis ins bett gelegt haben. sie hat immer einen gefunden. vielleicht ein tipp für euch.

    lg
    lisa

  3. 3 Marlies Februar 27, 2008 um 1:48

    Kurz zum Thema Daumenlutschen: Ich konnte mir das bis ich 4 Jahre alt war, nicht abgewöhnen und durch das ständige Daumenlutschen hat sich bei mir irgendwas im Mund so verformt, dass ich bis jetzt nicht bzw. nur schlecht durch die Nase atmen kann - sagt zumindest mein Arzt. Also dann doch lieber das Tuch :-)

  4. 4 giftzwerg Februar 27, 2008 um 5:00

    (Ich überlege gerade ernsthaft, ob ich mir das abspeichern soll)

  5. 5 Sandy Februar 27, 2008 um 7:52

    Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung! Bei uns läuft es ganz ähnlich. Tabea schläft schon immer alleine ein, meistens auch ganz ohne Geschrei, sie bekommt eine Stunde vorher ihr Abendessen und schläft auch tagsüber nicht zu viel. Daher liegt es bei ihr wohl einfach “nur” am Alter und sicherlich kann sie in einem Monat auch durchschlafen. Wenn ich mir das jetzt oft genug sage, dann klappt es bestimmt ;-)

  6. 6 rebenwanderin Februar 27, 2008 um 9:02

    es ist alles nur eine Phase… ich kann’s auch nicht mehr hören, aber irgendwie ist es so!
    Jan hat mit fünf Monaten vom Beistellbettchen in unser Ehebett gewechselt (aus Platzmangel). Aber ich ließ ihn immer auf der Seite schlafen, mit einem Brett in den Rahmen geklemmt konnte er nicht rauskullern.
    Ich bin nachts sehr zickig und ungeduldig, somit ersparte ich mir die Aufsteherei und hatte wenigstens genug Schlaf zum Überleben :)
    Mit ca. acht Monaten fing Jan immer öfter an, nachts Theater zu machen. er schlief bereits in seinem eigenen Bett. Da ich so ziemlich zum gleichen Zeitpunkt abstillte und er auch noch die ersten Zähnchen bekam, litt der Arme sehr. Ich holte ihn dann eigentlich immer in mein Bett, gab ihm nen Schoppen und alle konnten weiterschlafen.
    Mit elf Monaten fing ich an, ihm ca. eine Stunde nach dem Abendessen einen Schoppen zu geben. Das wirkte Wunder. Er schlief immer länger am Stück und das in seinem Bett. Und wenn er wach wurde, reichte es, wenn ich ihn zu uns holte…er schlief einfach weiter. Und auch das Einschlafen geht seitdem meist ohne Theater vonstatten.
    Ich hatte mit Jan auch massivste Schwierigkeiten ihn zum Schlafen zubringen. Sowohl tags, als auch nachts.
    Seit unserem Umzug vor vier Wochen hat er schon unglaublich oft zwölf Stunden am Stück geschlafen!!!!!!!!!!!! Aber seit letztem Vollmond ist alles wieder anders. Es ist eben alles nur eine Phase.

    Jan nimmt übrigens keinen Schnuller…ich weiß nicht, ob es gut ist oder schlecht. Ich denke, alles hat seine Vor- und Nachteile.

  7. 7 Chrizzo Februar 28, 2008 um 1:56

    Obwohl wir abends beim Einschlafen des kleinen Mannes dabei sind, schafft er es nachts, alleine wieder einzuschlafen - so lange er selber den Schnulli finden kann. Es ist also keine feste Prämisse, dass das eine nicht ohne das andere gekonnt wird, aber wohl bestimmt so, dass wenn man schon allein einschlafen kann, es zwischendurch dann auch eher klappt.

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