immer wieder lese ich in anderen blogs von kinderunfreundlichen szenen - szenen, in denen mütter wegen schreienden kindern angegangen werden, weil irgendwas kaputt geht, weil irgendein kind zu laut ist oder in anderer leute augen schlecht erzogen ist. und immer frage ich mich - ist das nur hier nicht so?
ich stehe in einem großen supermarkt und ben läuft davon. ich grummle ein bisschen, rede vor mich hin “mann jetzt muss ich lilly hier alleine stehen lassen…” als mich eine ältere frau anspricht und meint, dass ich ruhig schnell laufen kann, sie passe schnell auf meine tochter auf.
ben öffnet in einem unbeobachteten moment zahlreiche zahnpastatuben in einem drogerie markt. ich eile zu ihm, eine verkäuferin steht schon neben ihm und schaut streng, als ich sage: “oh das tut mir sehr leid! wieviel sind das? ach 10, egal, dann haben wir mal einen ordentlichen vorrat!” und grinse dabei. sie muss ebenfalls lachen und meint dann, es sei schon in ordnung. ich bedanke mich herzlich, sie wuschelt ben durch die haare und bestaunt lilly.
ich stehe an meinem auto und hole lilly aus ihrem sitz, während ben auf seinem sitz turnt. ein mann tritt hinzu und fragt mich, ob er helfen kann. ich frage ihn, ob er vielleicht schnell den buggy aus dem kofferraum holen könnte, er schnappt sich den schlüssel, holt den buggy, holt ben aus dem auto und verabschiedet sich. nicht ohne vorher noch mehrfach zu fragen ob er noch kurz dabei bleiben soll, falls ich noch die kleine verpacken muss.
lange dachte ich, es läge an der ländlich geprägten gegend hier. dass hier vielleicht noch eher jeder dem anderen hilft. mitnichten. auch in größere städten wird mir immer wieder die hilfe angeboten, wird mal kurz und dort aufgepasst, bekomme ich freundliche blicke zugeworfen und was immer ganz besonders schnell geht: gespräche. ich bin erstaunt, in wieviel freundliche, wohlmeinende und wohlgesonnene gespräche ich verwickelt werde, wenn ich mit meinen beiden kindern unterwegs bin. natürlich achte ich darauf, dass meine kinder sich benehmen, bei missgeschicken meiner kinder gehe ich eigentlich sofort in den kompromiss, ich entschuldige mich höflich und betreibe schadensbegrenzung - das machen aber sicher andere mütter auch. was ist es also, abseits der betreuungsmisere und anderem, was bei vielen den eindruck erweckt deutschland sei kinderunfreundlich? besser gesagt: unsere gesellschaft sei kinderunfreundlich? ich kann das einfach nicht feststellen. wie ist eure erfahrung dazu?
Die lesen doch alle mit ;O). Also ich glaube es gibt noch genug nette Menschen. Sogar mehr wie die von der anderen Sorte. Mir selber kam auch noch niemand schräg.
Hm, ich hab bestimmt irgendwann mal etwas Empörtes über irgendwas geschrieben. Aber ich kann mich nicht erinnern. Ich höre oft Beispiele von anderen, erlebe selbst aber auch immer wieder kleine Nettigkeiten, über die ich mich sehr freue. Vor ein paar Tagen z.B.: volles Kaufhaus, reger Betrieb, wir sind fertig und wollen gehen. Das Kind rennt zu einer der drei Türen und will sie selber öffnen, und weil das so schwer ist, geht es nicht, und 5 Leute stehen hinter dem Kind und warten geduldig, und als ich da bin, meint einer lachend, er könne ja mal helfen - und so stemmen sie gemeinsam die Tür auf. Oder der Luftballon, der uns neulich geschenkt wurde.
Was mir auffällt, sind hin und wieder genervte Blicke, ob nun mit meinem Kind oder unterwegs mit den Kitakindern. Allerdings seh ich häufiger ein Lächeln.
Als ich damals noch mit Kinderwagen und Buggy unterwegs war, wurde mir immer die Tür aufgehalten. Mit Kind im Wickeltuch wurden mir Beutel abgenommen oder es wurde sich für mich gebückt, damit ich nicht ans untere Regal ran muß (was kein Problem gewesen wäre).
Ich weiß aber auch, daß sich viele bei dem “kinderunfreundlich” darauf beziehen, daß es nicht ausreichend Kitaplätze gibt, nicht alle Lehrer so viel Engagement zeigen … Vor langer Zeit regte sich ein Vater bei mir auf, daß der betreute Spielplatz nur von 10-17 Uhr geöffnet ist - und nebenbei bemerkt, ist dieser Spielplatz ganz wunderbar, wird sehr gut betreut, bietet nicht nur verschiedene Spielmöglichkeiten, sondern hat auch einen Bolzplatz, Schuppen mit Sand- u.a. Spielzeug und ein Häuschen, in dem regelmäßig irgendwelche Bastelvor- und nachmittage für interessierte Eltern bzw. Kinder stattfinden. Der Vater jedoch, der pochte auf die Uhrzeit und betonte die Kinderunfreundlichkeit des Landes, die er an der Öffnungszeit fest machte.
Guten Abend !
Ja, geht mir genauso ! Ich frage mich auch oft, ob ich einfach nur Glueck habe. Aber nach nun fast neun Jahren, mit inzwischen drei
Kindern, habe ich noch nie etwas negatives diesbezueglich erlebt - im
Gegenteil. Und nicht zuletzt deshalb bin ich echt gern mit meinen Kindern unterwegs (natuerlich auch, weil ich einfach umwerfende Kinder habe….)
Beste Gruesse
Barbara (meist still, aber taeglich hier)
vielleicht wirken die anderen mütter - also auch ich - irgendwie komisch auf die leute und es wird deswegen so reagiert. oder du hattest bisher einfach nur riesengroßes glück :)
also ich kann mich bisher nicht beschweren, erst gestern der nette busfahrer ;-)
denke das ist einfach pech/glück und gewiss auch von der eigenen tagesform abhängig. bin ich genervt oder gestresst kommt das bestimmt auch so bei anderen an und dann sind die schon nicht mehr ganz so freundlich obwohl ich im bezug auf bennet da noch nie probleme hatte…
aber mal kurz von kinderfreundlich auf postfreundlich…sie haben immer noch keine post bekommen? oh weh…dann sind die guten weizenkeime vom dr. gran (so hiess er doch oder?) wohl verloren gegangen…mönsch, das aber sehr blöd nun!
obwohl wir gerade diesen Stress mit den Menschen unter uns haben, kann ich insgesamt sagen, dass ich doch eher positive Erfahrungen mache. Manchmal ist mir das sogar ehrlich gesagt schon zu viel Zuwendung - oder unpassende. Wie die Leute, die mir unbedingt zu zweit eine Tür aufhielten, sich dann aber so dermaßen an die Wand quetschen mussten, damit ich überhaupt zu dieser Tür rein kam. Das war schon irgendwie unangenehm, zumal Türen mit Kinderwagen nicht wirklich ein Problem darstellen, find ich.
Oder ein älterer Mann neulich an der Kasse mit heftiger Alkohohlfahne. Ich verstand gar nicht, was er zu mir sagte und mußte mehrmals nachfragen. Er wollte wissen, ob Franz schon Schokolade ißt. Als er ihm dann über den Kopf streicheln wollte, habe ich mich dazwischengeschmissen. Ganz ehrlich, manchmal geht die Freundlichkeit auch zu weit.
Ansonsten aber, wie gesagt: überwiegend positive Erfahrungen, gerade wenn ich mit beiden Kindern unterwegs bin: ein Lächeln hier, ein freundlicher Satz dort, etc.
(Natürlich gibts auch genervte Gesichter, Leute, die im Bus den Kinderwagenplatz versperren, etc. oder eben die Leute unter uns, die vom normalen Kinderumherlaufen uuunglaublich gestört werden)…
es grüßt
die ma.y
Also hier ist es mal so, mal so. Es kam schon des öfteren vor, dass man mir bitterböse Blicke in der U-Bahn zuwirft, weil alles voll und ich mit Buggy. Ich mußte auch schon den Buggy samt schlafendem Kind und Einkauf eine scheinbar nie endende Treppe hochschleppen, da der Aufzug kaputt war und Hilfe wurde mir keine angeboten.
Andererseits gab es auch viele hilfsbereite, freundliche Menschen, die mir halfen, Felix im Supermarkt wieder einzufangen, Arzthelferinnen, die sich liebevoll um ihn kümmerten, damit ich in Ruhe zur Kontrolle konnte, Leute die einfach mal stehen blieben, um mir zu sagen, wie süß der kleine Mann ist,…
Keine Ahnung, woran es liegt, aber es gibt Tage, da läuft alles super und an anderen funktioniert rein gar nichts.
Hm, schwierig. Ich muss sagen, dass ich Tübingen nicht als kinderunfreundlich empfinge, im Gegenteil. Das liegt aber bestimmt daran, dass hier sehr viele junge Familien und sehr viele Kinder gibt. So ist es auch nicht selten, dass jeder dritte Mensch morgens in der Stadt einen Kinderwagen schiebt oder man Familien mit 4 und mehr Kindern antrifft. Und so ist die Chance, dass man in Notsituationen auf jemanden trifft, der selbst Kinder hat und solche Notsituationen kennt, sehr groß. In den Geschäften würde auch niemand wagen, zu jemanden mit Kindern, auch wenn sie randalieren, unfreundlich zu sein, weil dann unter Umständen die komplette Kundschaft wegbleiben würde. Außerhalb Tübingens finde ich es aber teilweise auch schwieriger.
Im Vergleich zu Genua und Italien ist das natürlich trotzdem nichts ;-) Ich habe wirklich noch nie eine solche Kinderbegeisterung erlebt und konnte erst nicht glauben, dass sich wirklich eine ganze Stadt über meine Schwangerschaft freut. Ich wurde in den Geschäften beschenkt, an der Kasse immer vorgelassen und mir wurde auf der Straße von wildfremden Menschen zur Schwangerschaft gratuliert. Als Eliano dann geboren war, die gleiche Begeisterung und nicht nur hilfsbereite Menschen sondern man bekommt das Gefühl, dass sich alle Menschen darüber freuen, dass es einen neuen Erdenbürger gibt. 18jährige Jungs mit Tonnen von Gel in den Haaren , dunkeln Sonnenbrillen und Lederjacken, die plötzlich sagen: “Oh wie schön! So ein schönes Kind! Wie heißt er denn?! Schläft er gut? Der meiner Schwester …” An der Ampel oder in der Schlange immer 2-3 Leute, die anfingen, mit Eliano zu spielen und zu schäkern. Als wir wieder nach Deutschland sind, war Eliano zunächst ganz enttäuscht, dass niemand mehr auf seine Flirtattacken reagierte.
Allerdings ist es natürlich auch so, dass es in Italien Verhalten gibt, dass für die deutsche Durchschnittsmutter eher schwierig ist. Mir wurde von fremden Menschen der Bauch getätschelt - was mir persönlich gar nichts ausgemacht hat, ich fand das sehr nett und es ist eben normal - die Kinder werden ungefragt angefasst (alleine das verspricht ja zum Beispiel bei urbia problemlos einen empörten 50-Antworten-Thread) und überall mithingeschleppt, auch zu - deutscher - nachtschlafender Stunde, einfach weil sie dazugehören. [ABER: Es gibt in Italien kaum Kindergeld, kaum Spielplätze (zumindest in den Großstädten), keine Sandkästen (da unhygienisch), kein x-Kursangebote für Baby, Mütter und Kinder, in Rom muss man im Bus den Kinderwagen zusammenklappen, es gibt in vielen S und U-Bahnhöfen keine Rolltreppen oder Aufzüge usw.]
Zum Abschluss meines Mega-Kommentars aber auch noch der Gedanke, dass es teilweise wohl auch schwer ist, gewissen Müttern zu helfen. Ich weiß, dass mein Vater immer wieder mehr oder weniger angeschnautzt wurde, es soll doch bitte das Kind in Ruhe lassen, wenn er im Zug versucht hat, (verbal!) Kontakt zu einem Kleinkind oder Baby aufzunehmen, dass zum Beispiel aus lauter Langeweile kurz davor war, gleich loszubrüllen. Solchen Müttern möchte man dann vielleicht anschließend nicht mehr unbedingt helfen.
Und wenn ich bei urbia - ja schon wieder, aber ich finde das gibt einen schöne Bevölkerungsdurchschnitt wieder - wie sich da Mütter aufregen, wenn ihr Kind nur etwas länger angesehen wird und hinter jedem netten hilfsbereiten Mann einen Kinderschänder vermuten, dann ist das mit dem kinderfreundlich sein vielleicht auch eine etwas schwierige Sache.
Okay, das war mein Wort zum Samstag …
Liebe Ami,
vielleicht trifft hier das Sprichwort zu: “Wie man es in den Wald hineinschreit, so kommt es heraus?” Vielleicht!?
Wenn ich den Kompromiss suche und anbiete, die Zahnpasta zu zahlen und nicht beginne zu diskutieren, dass diese Tuben doch in der Einflugschneise meines Kindes nichts zu suchen haben…?
Wenn ich laechle, nicht verbittert drein schaue, wenn meine Augen strahlen… dann mache ich es auch Menschen um ein vielfaches leichter mich anzusprechen. Vielleicht ist es das?
Will damit nicht sagen, dass alle, welche schlechte Erfahrungen machten griesgraemig sind ;-) mit nichten. Auch ich erlebte schon “fiese Szenen”, aber wenn ich ueberleg’ waren diese doch immer an einem Punkt, an dem ich so ziemlich bei oder unter “Null” war.
Und viele Menschen “wollen” auch gar nicht, dass sich jemand an ihren Kindern oder Buggies oder Kofferraeumen zu schaffen macht. Freundlichkeit erzeugt Misstrauen! Wie traurig :(
lG
Mone, heute nur noch mit Laecheln auf den Lippen… aber hier ist eh jeder ganz verrueckt nach meinen blonden Kindern :-)))))
Ich lebe ja auch im südlichen Raum und kann mich kaum an Situationen erinnern, wo ich mich über Unfreundlichkeit aufgeregt habe. Und wie es bei Larissa schon anklingt - ich denke, der Ton der Mütter spielt eine wichtige Rolle. Unfug des eigenen Kindes z.B. im Supermarkt nicht als selbstverständlich hinzunehmen und sich zu entschuldigen führt ja viel eher zu netten Worten seitens der Verkäuferin, als wenn die Mutter einen auf “hab ich nicht gesehen und will mich verdrücken” macht.
Und die Tatsache, dass Du so viele nette Momente erlebst, liegt ausschließlich an Deiner netten und freundlichen Art. ;-)))
ich kann zwar nur über die schweiz schreiben, aber trotzdem ein kommentar:
ich erlebe die schweiz als kinderunfreundlich auf der staatlichen, institutionellen ebene: nur 14 wochen mutterschaftsurlaub (erst seit kurzem!), kindergarten ab 5 oder 6 jahren, wenig kindergeld, wenig und teure kitaplätze (ausser in grossen städten), busse und trams mit extrem hohen stufen und mittelstange, vom krankenhausaufenthalt des kinder reden wir am besten gar nicht…
die leute hingegen sind meist freundlich und hilfsbereit. es hat mir immer jemand in den bus oder die tram geholfen mit kinderwagen, wenn jemand da war. manchmal musste ich vielleicht fragen, ob man mir bitte hilft. aber ich wurde sicher nie angeschauzt deswegen geschweige denn, dass jemand meine bitte abgeschlagen hätte.
ich wurde nie blöd angeschaut bei trotzszenen in supermarkt. alte omis erkundigten sich, ob das kind denn nicht ersticke im tragtuch (empfand ich trotz allem als freundlich, weil interesse gezeigt wurde).
Von der anderen Seite aus betrachtet, kann ich nur sagen, dass ich nie, nie, nie kinderunfreundlich bin. Nur manchmal elternunfreundlich, wenn die sich nicht um ihre gelangweilten, genervten, weinenden, unsinnmachenden Kinder kümmern.
Ich glaube, es kommt wirklich auf die Gegend an. Als wir in München gewohnt haben, über 4 Jahre lang, empfand ich die Gegend schon sehr Kinderunfreundlich. WENN jemand geholfen hat, waren es meist ältere Menschen oder Ausländer. Natürlich nicht immer, es gab sicher auch Ausnahmen. Oft wurde einem gar nicht geholfen. Damals hochschwanger mit Kleinkind im Kinderwagen stand ich nur zu oft vor der kaputten Rolltreppe und keiner half…
Jetzt wohnen wir “noch” in Niederbayern auf dem Land und es ist ganz anders. Kinder sind hier wirklich gerne gesehen und das spürt man an jeder Ecke und in jedem Geschäft!!!!
Man kann es einfach nicht verallgemeinern. ich bin gespannt, wie es in Kanada wird, denn dorthin werden wir auswandern: http://fuchsclan.wordpress.com/
LG
Petra
Larissa, ich könnte Deine Sätze über Italien wirklich eins zu eins verwenden um über Brasilien zu schreiben, inkl. des 18jährigen und der Situation im ÖPNV.
Die Kinder werden zwar auch gern geherzt und gestreichelt, aber bei kleinen Babys würden z.B. nie die Hände angefasst werden, weil die Kleinen sie sich doch permanent in den Mund stecken und das unhygienisch wäre. Gut, wenn sie älter sind, wird allerdings erwartet, dass Dir auch nicht so gut bekannte Kinder von sich aus Küsschen auf die Backe geben…
Für mich macht die Unfreundlichkeit in Deutschland aus, dass bei müdem oder trotzigem Gezeter des Kindes in der Regel dieses auf Dich als Erziehungsberechtigten zurück fällt. In Brasilien finden das alle ganz normal und man kommt gar nicht dazu, sich selber unwohl zu fühlen, weil die Umstehenden entweder Dir als Mutter/Vater gut zureden, dass es bei ihren Kindern/Enkeln/Nichten… gerade ganz genauso sei, oder sie reden dem Kind gut zu. Genervte Blicke sind mir hier noch nicht begegnet.
Außerdem kann man hier wirklich auch in gehobene Restaurants sein Kind mitnehmen, auch abends, oft gibt es irgendwo eine Kinderspielecke und immer Kinderstühle.
Hm, also ich hab in den letzten Wochen einiges über Kinderunfreundlichkeit geschrieben. Das ist auch so. Mein Chef beispielsweise hat eine Tochter in meinem Alter, die auch grad ein Baby hat. Diese Tochter arbeitet wieder ganztags als Anwältin und hat ein Kindermädchen. Nun zieht mein Chef das ständig als Vergleich heran, wenn ich sag, ich muss beispielsweise wegen Christophs MOE daheim bleiben, jaja, also seine Tochter kriegt das ja mit dem Kindermädchen geregelt …
Hier im Ballungsraum HH wurde es mir als Mutter sehr schwer gemacht, mein Kind zum Berufswiedereinstieg betreut zu bekommen. Alles superbürokratisch und super an der Wirklichkeit vorbei.
Jetzt fahre ich zu den Hauptverkehrszeiten mit Kinderwagen mit Öffis und das stößt auf Unverständnis.
Aber natürlich gibt es auch ganz andere Situationen. Ich krieg oftmals das große Strahlen nicht aus dem Gesicht, wenn ich mit Christoph unterwegs bin, einfach, weil er mich so freut. Und Christoph ist ständig am Flirten. Das bedeutet, dass wir ständig mit ganz vielen Menschen sehr nett kommunizieren (vor allem morgens, wenn ich Morgenmuffel gar nicht kommunizieren mag ;-)). Uns wird geholfen, uns wird sehr geholfen.
Aber es gibt eben auch Tage, an denen das nicht so dolle bei mir ankommt, sondern eher die Kinderunfreundlichkeit. Wenn seit mittlerweile fast drei Monaten der S-Bahn-Fahrstuhl kaputt ist und ich als S-Bahn-Nutzerin von allen Seiten die Breitseite kriege. Von den Leuten, die ich offenbar störe, wenn ich mit dem Kinderwagen ohne Fahrstuhl zur S-Bahn kommen möchte, und auch von den “Veranstaltern”, wenn ich dort anrufe und mich erkundige, wann ich denn endlich endlich wieder bequem zur S-Bahn kann.
Gibt also Beides :-)
ich erlebe es hier in wien mal so mal so. negativ fielen mir bis jetzt nur gewisse alte leute auf (die vermutlich einfach generell menschenhasser sind), das ist ein besonderer wiener menschenschlag.
wir wurden in der u-bahn mal minutenlang von einem schicken älteren pärchen angemeckert weil der zweijährige fabian gehustet hat ohne sich die hand vorzuhalten (mir war es wichtiger, dass er sich im überfüllten waggon festhält, sitzplatz wurde uns nämlich keiner angeboten), michi hat zwar versucht, mit denen zu reden, die haben aber einfach weitergemacht und es hat sich sonst keiner eingemischt obwohl das wirklich lächerlich war - heftig.
ich habe kinderunfreundlichkeit hier bis jetzt wirklich nur in den öffis erlebt, ansonsten habe ich gute erfahrungen gemacht.