Archiv für November 2007

hands up!

die liebe frau kathy steht auf hände und möchte die händer der bloggerinnen sehen. also bitte. und weils so schön ist, ein lach und sachschwank zum thema “amis hände”.

ich habe keine besonders schöne hände. im winter immer rissig und rauh, weil ich handschuhe selbst bei tiefen minusgraden nicht trage, weil ich es nicht mag nichts fühlen zu können, wenn ich was anfasse und rauh auch, weil ich handcreme nicht mag. das ist ein ungeheures bäh-gefühl. ich habe mit eingecremten finger immer das gefühl, ich nehm sämtliche baktieren meiner umgebung noch besser auf. also: rissig und rauh. dazu relativ klein. und immer kurze fingernägel. ich kann lange fingernägel absolut nicht leiden. ich kann nicht zupacken, nicht tippen, nicht schnippeln, nicht drücken, nicht klavier spielen, nichts. also immer kurz. nur einmal, ein einziges mal in meinem leben, da hatte ich einen langnagelanfall und das kam so:

mein damaliger mann war auf konzertreise und ich war für drei wochen alleine. wenn ich alleine bin, dann komme ich grundsätzlich auf die blödsten gedanken. ich mach irgendwas, das geht in der regel schief und dann kann ich jahre später in meinem blog darüber schreiben. als ich dieses mal alleine war, hatte ich die idee, mir mal kunstnägel anzukleben. also in den d.m. und vor dem kunstnagelregal erstmal das große rästeln: french manicure? hä? sporty nails? hä? ich entschied mich für kunstnägel, die vorne gerade abgeschnitten waren und die an der spitze weiss lackiert waren. kaufte kleber und auch gleich ablöser und noch transparenten nagellack und heim gings. daheim schön alles angeklebt und ab da begann meine verzweiflung. ich kam an nichts richtig ran und eierte fingertechnisch durch den tag. aber-ich war stolz wie bolle auf die doofen nägel. am nachmittag war ich zum japanisch essen bei einem befreundeten musiker ehepaar eingeladen. sie japanerin, er wiener. als ich unten klingelte, hörte ich oben bereits erregtes “tschawoooongjaungjasomeitschowongtoimaaaa!” und in breitem wienerisch wurde geantwortet “geh reg di neeeed soo aaaauuuuf!” ah. ich steh da ja total drauf, bei einem sich streitenden ehepaar eingeladen zu sein und selber nägel zu haben, mit denen ich papier schreddern könnte. als augen zu und durch. oben angekommen kam ich ins ehehölleinferno. das bild, dass sich mir bot war eine völlig aufgelöste japanerin (was für japanerinnen schon eine ziemliche seltenheit ist), ein mit köstlichkeiten bestücktes japanischen büffett und ein reichlich derrangiert aussehenden herrn des hauses. ich konnte der dame des hauses gerade noch ein “hallo!” entgegenrufen, da wuschte sie bereits an mir vorbei und liess mit einem lauten knall die tür zu ihrem zimmer zu fallen. ich fragte, ob ich wieder gehen solle und er meinte nein, ich solle erstmal essen, sie würde sich schon beruhigen. was sie aber nicht tat. mehrmals verliess sie in der darauffolgenden halben stunde ihr zimmer und schrie auf japanisch hübsche sätze, die niemand verstand. er sagte nichts. und ich ass mit hochrotem kopf meine sushis mit rohem tintenfischärmchen und andere wilde dinge und schämte mich fremd. bis, ja bis zwei dinge geschahen: ich sah, dass ein nagel sich löste und die dame des hauses fing in ohrenbetäubender lautstärke auf ihrer geige an bartok zu üben. er seufzte und murmelte: ” warum bartok, warum nur, warum bartok!” und ich war ab diesem zeitpunkt völlig absorbiert von meinem nagel. ich hasse es, wenn an meinem körper oder meiner kleidung irgendwas hängt oder falsch liegt oder da eigentlich nicht hingehört. fäden aus kleidung hängend können mich in den wahnsinn treiben und ich weiss jetzt: kunstnägel, die sich lösen auch. ich war völlig aufgelöst. die schrillen bartoktöne aus dem hintergrund waren genau die richtige hintergrundsmusik für mein persönliches nageldrama. ich zuppelte und riss und drückte und dann war der nagel ab.

etwas, was ich noch viel mehr hasse, als dinge, die nicht an meinem körper oder meine kleindung hängen sollen oder falsch liegen sind ungleiche dinge. zum beispiel neun lange kunstnägel und 1 abgebrochener. während der herr des hauses ständig an die tür seiner gattin pochte und um beendigung des bartok übens bettelte (”geh üb doch an mozart des ist besser. des is a guat für deine nerven!”) stärkte ich mich erst mit weiteren sushis und zuppelte dann nach und nach alle anderen nägel einfach ab. als alle nägel unten waren, war das gleichgwicht wieder hergestellt, ich glücklich, die japanerin übte immer noch bartok, diesmal zur strafe noch eine lage höher und schriller und er sass heulend über seinen sushis.

ich hab mich dann auch recht schnell verabschiedet. eheleute sollte man alleine streiten lassen und ich werde nie mehr in meinem leben kunstnägel verwenden.

amis hände:
Hände

ahhh!

ich hab die steckdose gefunden - um 21 uhr ins bett. kinder! hätte man mir das nicht schon mal früher sagen können? da werkel ich jeden abend bis gegen 23-24 uhr hier rum, weil ich endlich mal alles machen kann, zu dem ich tagsüber mit kindern nicht komme. dann kommt lilly einmal nachts und ben so gegen 6uhr. da bleibt nicht viel zeit zum schlafen. gestern abend aber gegen 21 uhr, da fiel ich fast über die eigenen füsse vor müdigkeit und konnte nicht anders. und was soll ich sagen? nach gar herrlischen 9 stunden schlaf mit 2 unterbrechungen bin ich ausgeruht. meine magenschmerzen, die mich seit 2 tagen begleiten sind nicht mehr so schlimm, ich kann zusammenhängende sätze schwätzen und ich kann heute sogar wieder sport machen. nachdem lilly nun nachts wieder erheblich besser schläft, flasche gegen 22 uhr und 4 uhr und dazwischen schnarchen, und ben sowieso durchschläft, kehren hier endlich wieder ruhige zeiten ein. es war wohl eine phase….und heute abend wird endlich mal wieder wow gezockt. so.

frage

ich zermarter mir das hirn! wie heisst diese plattform im inet, in der man bewertungen für verschiedene sachen abgeben kann? restaurants, frisöre usw…

edith: es heisst qype. danke liebes hirn.

akku leer

komplett.

wo ist die steckdose, an die ich mich hängen kann?

(frau antonmann-wiiiiieeeeellllllaaaanggeeeeenoooooch?!)

Geschützt: frau ami in “frau affenbarts kosmetikstudio”

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geschwistertreffen auf der a8

schön, wenn man am frühen morgen auf der a8 richtung stuttgart unterwegs ist, während der kleine bröder richtung münchen auf der a8 unterwegs ist. schön auch, wenn man gerade miteinander telefoniert und sich folgende dialoge abspielen: “wo bist du?” “abfahrt sulzemoss und du?” “adelshausen-wir haben stau! jetzt kommt eine brücke!” “jajajajajajaja!! sehe ich, wink mal ich lichthupe!” und man dann winkend und lichthupend aneinander vorbei fährt. man sieht sich ja so selten, da müssen dann halt mal individuellere treffpunkte ausgemacht werden. schön, dich gesehen zu haben kleiner bröder, zumindest aber sah ich deinen wunderhübsch gewandeten arm, winkend aus dem fenster gestreckt.

jetzt aber frauentag in ausgburg mit der fabulösen frau affenbart, dem spinnösen hühnchen und frau ami.

sandmann des grauens

gestern nach dem mittagsschlaf von ben, als er noch in der entknitterungsphase im bett lag, da legte ich lilly zu ihm und setzte mich aufs neben dem bett stehende sofa. sie zogen sich gegenseitig den -stecker raus wollte ich grad schreiben- ich mein schnuller und lachten sich an. friedlich. schön. da kam frau ami die idee doch für ein bisschen partstimmung zu sorgen und den sandmann aufzuziehen. schlechte idee. nix mit party. während lilly noch strahlte und den sandmann betaschte, verfiel ben in hysterie. panisches schreien von 0 auf 100 in einer sekunde. ich fiel aus allen wolken und dachte, lilly hätte irgendwas gemacht, wobei mir sein schreien schon als sehr extrem vor kam. ich hob ihn dann raus, beruhigte ihn und er floh aus seinem zimmer.

gerade bringe ich ben zu bett. rechts von ihm liegt immer meine seine ugly doll, rechts von ihm der sandmann. seit seiner geburt liegt er da. und als ich mich über ben beuge und ihn zur nacht herzen und küssen möchte, da berührt meine hand den sandmann. und der quetscht grad noch 3 tönchen raus. und ben schiesst brüllend in die höh, haut mir seinen kopf an meinen und schreit panisch. ach. das wars also. ich entferne den sandmann sofort aus dem zimmer und verbringe die nächsten 20 minuten mit beruhigen und dämmerlich heller stellen.

und dann ist es auch noch der ostsandmann…..wenn ben in ein paar jahren sagt, er will die mauer wieder wissen wir warum.

bienleins erfindungen

heute: der schnullischleuder-bh

man nimmt einen bh-träger und wickle ihn um den arm seiner schwester, die -ganz wichtig!!- einen schnulli in der hand hat. man ziehe solange am restlichen bh, bis der träger am handgelenk der schwester volle kraft gespannt ist. dann ruckt man noch einmal fest, so dass der träger beim abfatzen den schnulli mitnimmt und dieser dann ca. 7 meter durchs zimmer fliegt.

nachteil: man muss sehr lange suchen, bis man ihn wieder findet.

auf wiedersehen…

….grey`s.
christina: du bist die hässlichste braut, die ich je gesehen habe, aber ich liebe dich von ganzem herzen - da ist soviel von dir in mir.
alex: es ist nicht immer leicht ein arsch.loch zu sein
derek: mach die silberne strähne weg.
meredith: wach endlich auf. halloooo!? derek shepard!?
izzie: lass es bleiben.
george: du musst eh wiederholen.
bailey: kopf hoch. du wärst die bessere gewesen.
callie: bitte bitte bitte KEIN KIND!
addison: viel spass in l.a.
burke: geh doch wech.
webber: ich weiss auch nicht…..

freut euch auf mittwoch und vergesst die taschentücher nicht.

die rache der edvard munch-kinder

gestern befahl ich dem liebsten bettruhe und riet ihm, sich im schlafzimmer einzuschliessen, damit er nicht immer von ben gestört wird, der die angewohnheit hat, die schlafzimmertür aufzureissen und sich auf seinen vater zu schmeissen. der liebste also weilte hinter verschlossenen türen und ich ging eine rauchen. sonst ein quell der freude, drehte sich diesmal der spiess um. ich hatte ben verboten auf den balkon zu gehen, weil nass und kalt und er gerade genesen. also hielt ich die türe von aussen zu - wie sonst auch. anders diesmal war, dass ben nun wohl groß genug ist, um die tür zu verschliessen. von innen. und ich draussen. und der liebste eingeschlossen im schlafzimmer. weit entfernt von der auf dem balkon ausgeschlossenen mutter. eine millisekunde fand es ben gar herrlisch lustig, seine mutter da so ausgeschlossen auf dem balkon zappeln zu sehen. bis er realisierte, dass ich nicht mehr reinkam. ab dem zeitpunkt war schluss mit lustig. alle versuche meinerseits, ihn von draussen zu beruhigen schlugen fehl. erst versuchte ich es damit, dass er bei dem liebsten an die tür pocht “ben geh zu papa” “baba?” “ja baba”. das kind zieht von dannen, durch das fenster kann ich es davon stiefeln sehen und sehe auch, dass er nicht richtung schlafzimmer, sondern richtung kinderzimmer stiefelt. dann ist er weg. lilly wirft mir noch belustigte blicke aus ihrem laufstall zu, der direkt am balkonfenster steht. nach einer halben ewigkeit kommt ben wieder-bewaffnet mit traktor und anhänger. als er mich da immer noch stehen sieht, öffnet er seinen kleinen mund edvard munch mässig woraufhin auch lilly zu schreien beginnt. verzweifelte kleine gesichter mit geöffneten mündchen - ich bin eine rabenmutter ich weiss, aber in dem moment muss ich sehr lachen. erneut kommt mir eine idee. “ben hol den stuhl!” “uhl?” “ja uhl-hol den mal.” ben wackelt zum stuhl, klettert hoch und bleibt am tisch sitzen. “nein ben hol den stuhl, bring den stuhl zu mama” (allmählich erinnert das an hundeerziehung - hol´s stöckchen, ja braaaaver hund!) ben bleibt sitzen. und schaut. und schreit. an sich nicht schlecht, hoffe ich doch, dass der liebste was davon mitbekommt und nicht die ignoranz siegt. zwischendurch schaue ich immer wieder runter auf die strasse, in der hoffnung, dass spaziergänger vorbei kommen, die ich bitten kann sturm bei uns zu läuten. aber bei minusgraden und schneeregen bleibt selbst der superburschiwanderer zu hause. also alles noch mal. “ben hol papa!” tränenersticktes stimmchen “baba?” “jaaaa papa. jetzt. komm geh. papa holen.” “baba is da!” “ja himmelherrgott der ist da, deswegen sollst du ihn auch holen du saubär und zwar sofort!!” wieder sehe ich ben davon wackeln. diesmal bumbert er sogar an die tür und rennt dann wieder zu mir. das geschrei drinnen wird lauter. lilly schaut mich mit tränenumflorten äuglein an, ben kullern krokodilstränen - ich hoffe, die krankenkasse zahlt auch noch in 30 jahren therapie. und endlich! der herr des hauses betritt das zimmer und befreit mich. natürlich wird er als allererstes angeschnauzt, was er eigentlich so lange braucht und ich mir hier den a* abfriere und warum und überhaupt. der rest geht in dröhnendem gelächter unter. danke aber auch.

das war also die rache der edvard-munch-kinder. und ich gehe nie mehr ohne hausschlüssel und handy rauchen. man hats nicht leicht als raucher…..

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