wir wohnen direkt an zwei ortsausfahrtstrassen. was zur folge hat, dass die autos kurz vor unserem haus bereits anfangen gas zu geben. will ich mit den kindern an den see, muss ich beide strassen überqueren. und jedesmal halte ich bens kleine hand so fest, dass sie fast blau wird und habe jetzt schon mit verkehrserziehung angefangen. („stooooooop!! strasse! schauen und dann schnell schnell rüber“-ein mandra nahezu, sobald wir uns irgendeiner strasse nähern) es war nur eine frage der zeit, bis was passiert. und heute wars dann soweit. eine frau wurde beim überqueren einer der strassen von einem auto angefahren und schwer verletzt. mein nachbar, der gerade am hecken schneiden war, meinte es klang als wenn ein auto in voller fahrt in ein stehendes auto knallt und die kürbisfrau vom stand auf der wiese zwischen den beiden strassen stand noch unter schock-die hatte die frau nämlich fliegen sehen. ich weiss nicht, wie es ihr geht, ich habe noch nichts gehört, sie wurde mit dem rettungshubschrauber in krankenhaus geflogen. normalerweise bin ich bei sowas relativ unberührt. so was passiert. aber diesmal überkam mich wirklich das große zittern. die frau ist exakt an der stelle verunglückt, an der wir immer die strasse überqueren.
ein weiterer punkt hier wegzuziehen. denn irgendwann wird lilly auch groß und dann sind beide sehr mobil und über die strassen müssen wir – da ist alles. supermarkt, post, see, natur.
ohwei… da würd ich auch schnell umziehen…
Wir haben hier auch nicht wirklich die ideale Wohnsituation, aber Umzug ist bei uns finanziell erstmal nicht drin…
Scheiße…würde es euch etwas bringen Unterschriften zu sammeln?
Beim Straßen überqueren sage ich übrigens nicht „schnell“, sondern
„zügig“, das sagte schon meine Mutter, damit keine Hektik aufkommt.
ich habe eine gänsehaut bekommen. einfach furchtbar.
Pfui. Hab gestern erstmalig die Kleine auf dem breiten Bürgersteig langwatscheln lassen. Die wollte immer zur Parkreihe und auf die Strasse tappsen. Die Autos brummen und blinken so schön anscheinend. Und die Nerven liegen blank.
P.S.: Euer Wohnszenario erinnert mich an Stephen Kings „Kuscheltiere“.
Das ist ja schlimm!! Nichts wie weg da. Mein Kleiner hört zwar auf mich, wenns ums Straßeüberqueren geht, allerdings kommt es schon vor, dass er grade was Interessantes sieht (zB Flugzeuge, LKWs) und schon ist er abgelenkt und überhört meine Ermahnungen. Das ist ziemlich gefährlich!
Hamburg wäre eine Option. Einfach zügig über die Strasse gehen und dann dem Nordstern folgen!
Da wird’s einem tatsächlich ganz anders. :-(
ojeeee, kommt mir doch sehr bekannt vor. ich musste auch schon zweimal zeuge schrecklicher unfälle werden. einmal wurde ein kleiner vietnamesenjunge von so einem kleinen lieferwagen durch die luft geschleudert als ich gerade aus dem fenster schaute um auf den göttergatten zu warten. ich bin dann mit decken etc. runtergerannt und hab mit anderen passanten gewartet und „erstversorgung“ gemacht. danach ging es mir auch nicht wirklich gut. und keine drei, vier wochen später wollte ich aus der straßenbahn aussteigen, stand also schon an der (gläsernen, durchsichtigen) tür, als eine frau bei rot über die ampel rannte und von der straßenbahn erfasst wurde. genau da wo ich stand. da hatte ich noch nicht mal den ersten schock verdaut und dann sowas. du hast also mein volles mitgefühl. kann man da nicht sowas wie einen zebrastreifen, fußgängerüberweg, ampel fordern (vll. mal den zu wählenden landtagsabgeordneten anschreiben)